Teil 2
Positive Gedanken – oft ein missverstandenes Prinzip
In all den Jahren meiner psychotherapeutischen Arbeit begegnen mir immer wieder Menschen, die das Prinzip des positiven Denkens anwenden wollen.
Ich sage bewusst „wollen“ – denn oft stoßen sie an eine unsichtbare Grenze: ihre alten, festgefahrenen Denkmuster.
Das ist völlig normal. Von Geburt an werden wir durch die Werte, Haltungen und Entscheidungen unserer Umgebung geprägt. Manche dieser Einflüsse sind hilfreich – andere schränken uns ein, ohne dass wir es merken. In der Fachsprache nennen wir diese übernommenen inneren Stimmen und Glaubenssätze Introjekte. Sie können Halt geben, aber auch wie unsichtbare Leitplanken begrenzen.